Supercharger Wolfsburg

Schon einmal gab es einen Beitrag zum Supercharger Wolfsburg. Am Ende hieß er dann doch „Supercharger Lehre“.

Nun aber ist doch ein echter Supercharger Wolfsburg fertiggestellt und aktiviert worden: Danke an Marcus für den Hinweis!

Supercharger Wolfsburg

Auf goingelectric.de ist der Standort bereits eingetragen. Man beachte den Schriftzug am Boden!

Der Standort ist durch zwei PV-Dächer geschützt, sodass auch schlechtes Wetter dem Ladeerlebnis nichts anhaben kann. Ein komplett neuer KFC für die gastronomische Versorgung befindet sich direkt daneben, eine Waschstraße ebenfalls.

Strommangel ist unwahrscheinlich, denn der Supercharger steht neben der 380-kV-Freileitung Hattorf-Wahle und der 110-kV-Freileitung Fallersleben-Ehra, sozusagen an der Stromautobahn.

Es gibt auch einen „Priority“-Ladeplatz für Rollstuhlfahrende, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Kind.

Sechzehn Ladesäulen vom Typ V4 wurden errichtet, allerdings nur mit Konvertern vom Typ 3. Das bedeutet: Maximal 500 Volt kommen aus den CCS-Anschlüssen, 250 kW Spitzenleistung pro Anschluss.

Konverter des Supercharger Wolfsburg

Die Kennzeichnung gemäß DIN EN 17186 ist daher der Buchstabe „K“ im Sechseck, der für DC-Ladepunkte bis 500 Volt steht.

Fahrzeuge hingegen, deren Ladeanschluss ausschließlich mit dem Buchstaben „L“ markiert ist, werden an diesem Supercharger nicht laden können. Derzeit betrifft das allerdings nur ein einziges Fahrzeugmodell in Deutschland: den Mercedes CLA.

Supercharger Wolfsburg: Preise im April 2026

Die Preise sind vergleichsweise moderat: Die Preise pro Kilowattstunden betragen 48 Cent tagsüber, 42 Cent in der Nacht. Das liegt im guten Mittelfeld der Supercharger-Preise, obwohl es auch günstigere Nachttarife gibt.

Eine kleine Besonderheit, ein echtes Schmankerl sozusagen: Die Netzwerkanbindung mit einem Starlink-Terminal. Die Unternehmen rund um Tesla maximieren die Integration ins Produkt. Das schafft Unabhängigkeit und hält die Umsätze in der Familie.

Dennoch: Ein Supercharger mitten in der Stadt Wolfsburg, die bereits über fünf mäßig ausgelastete Ionity-Standorte verfügt, ist mutig.

Andererseits: Damit wird eine Lücke des Supercharger-Netzes in diesem Teil Niedersachsens direkt an der A39 verkleinert. Ein weiterer Supercharger in Uelzen wäre rein geografisch vielleicht noch sinnvoller gewesen, aber Tesla hat zweifellos einen Ausbauplan.

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