Solar Energy is the Cheapest Power Source

Solar Energy is the Cheapest Power Source

The Current Situation

Already in 2020 the International Energy Agency (IEA) stated in its Annual Report: Solar energy is the cheapest source of electricity! Cost for newly constructed generation capacity has dropped by 80% in the last decade, largely due to lower solar panel cost and increased system reliability.

Using CO2-neutral energy is urgently needed, as climate-relevant emissions have increased by more than 63% since 1990. Electricity generation increased by 127% over the same period of time, adding a significant impact on CO2 emissions.

Obviously therefore, electrification of road and rail transport must include less harmful electricity production. Fortunately, this conclusion is no longer controversial.

Solar Power Production
Source: Pixybay

Coal-based power generation has declining internationally, despite Germany’s weak performance in the phase-out. However, usage of natural gas has been on the increase. Natural gas is better than coal, but it is far from good – it is a one-time resource on the planet after all. And not all gas is created equal: If gas is not merely burnt off during oil production but put to productive use, it is a benefit. If it is produced by fracking in Germany or North America we’re looking at a problem.

Where do we want to go from here?

Back to solar energy: It is already the cheapest source of electricity today. Nevertheless, the US Department of Energy (DOE) is investing more than a hundred million dollars to reduce the cost of  photovoltaics and solar thermal energy by 60% in the coming decade. The cost target is 2 US cents per kilowatt hour of solar energy by 2030.

The current cost level is 4.6 US cents per kWh. In comparison, the wholesale price in Germany averaged 3.1 Euro cents per kilowatt hour in 2020  (approximately 3.6 US cents). Germany apparently still has an edge there.

However, given the slow but expensive German coal exit, the de facto end to the expansion of wind energy on German mainland and the sluggish implementation of EU-mandated improvements for regenerative energy production, Germans cannot be satisfied. For example, as a contribution of a responsible administration, solar roofs and solar facades should be mandatory for all public buildings.

What can we do as individuals? First, pushing for expansion of solar power systems wherever possible, both in our private and professional lives. Second, you might want to drive an electric car, if you must drive at all. If so, charge it during the middle of the day, when solar power production exceeds demand.

And of course: Please spread the word!


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Solarenergie ist die billigste Energiequelle

Solarenergie ist die billigste Energiequelle

Wo stehen wir?

Bereits Ende 2020 hat die Internationale Energie-Agentur IEA im Jahresbericht 2020 dazu Stellung genommen. Dabei wurde bestätigt: Solarenergie ist die billigste Energiequelle! Insbesondere für den Neubau von Erzeugungskapazitäten, deren Anschaffungskosten im letzten Jahrzehnt um 80 % gesunden sind. Der Grund dafür waren sinkende Modulkosten und höhere Zuverlässigkeit der Anlagen.

Der Einsatz CO2-neutraler Energie ist auch dringend notwendig, denn seit 1990 sind die CO2-Emissionen um über 63 % gestiegen. Die Stromerzeugung im gleichen Zeitraum ist um 127 % gestiegen und hat damit erheblichen Einfluss auf den CO2-Ausstoß.

Solarenergie ist die billigste Energieform
Quelle: Pixabay

Mit der Elektrifizierung des Verkehrs auf Straße und Schiene muss also ganz offensichtlich eine weniger schädliche Stromproduktion verbunden sein. Diese Schlussfolgerung ist heute zum Glück der Konsens.

Die Kohleverstromung ist international rückläufig, trotz der schwachen Leistung Deutschlands im Kohleausstieg. Dafür gibt es Anstiege bei Gaskraftwerken. Erdgas ist zwar besser als Kohle, aber noch lange nicht gut. Und Erdgas ist auch nicht gleich Erdgas: Eher positiv, wenn man es bei der Erdölproduktion nicht einfach abfackelt, sondern einer nützlichen Verwendung zuführt. Eher negativ, wenn es als Fracking-Gas aus Deutschland oder Nordamerika kommt.

Wo wollen wir hin?

Zurück zur Solarenergie… Sie ist bereits heute die billigste Stromquelle. Dennoch investiert das US-amerikanische Energieministerium (DOE) über hundert Millionen Dollar, um Photovoltaik und Solarthermie bis 2030 um 60 % kostengünstiger zu machen. Das Ziel sind 2 US-Cent pro Kilowattstunde Solarenergie bis 2030.

Derzeit liegen die Kosten bei 4,6 US-Cent pro kWh. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Großhandelspreis im Jahr 2020 durchschnittlich bei 3,05 Eurocent pro Kilowattstunde (etwa 3,6 US-Cent). Noch hat Deutschland hier einen gewissen Vorsprung.

Vergleichen wir das mit dem langsamen, aber dafür sehr teuren deutschen Kohleausstieg, dem faktischen Ende des Ausbaus von Windenergie auf dem Festland und der Verbesserungen bei kleinen und kleinsten Photovoltaik-Anlagen, die nur auf Druck von EU-Regularien umgesetzt wurden: Man kann nicht zufrieden sein. Beispielsweise sollten Solardächer und Solarfassaden für alle öffentlichen Gebäude verpflichtend sein, diesen Beitrag erwarte ich von einer verantwortungsbewussten Verwaltung. Einer Verwaltung, die sich um die wesentlichen Herausforderungen von 2021 kümmert.

Was kann jeder Einzelne tun? Natürlich den Ausbau von Photovoltaik-Anlagen wo immer möglich voranbringen, im privaten wie im beruflichen Umfeld. Und das Elektroauto tagsüber und besonders zur Mittagszeit laden, wenn die solare Stromproduktion ihren Höchststand hat!


Dieser Beitrag ist auch auf dem Blog „Mit Strom unterwegs“ der Wolfsburger E-Mobilisten erschienen.

Vom Dollar gerettet

Aus der Abteilung „Besser fürs Klima“

Das Rocky Mountain Institute, eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation zur Erforschung von Alternativenergie, kam nach der Analyse der zwei größten Strommärkte in den USA zur überraschenden Erkenntnis: Erneuerbare Energieerzeugung überflügelt die Stromerzeugung aus Erdgas.

Dabei geht es in den USA weitestgehend nur ums Geld. Umso erstaunlicher: Erdgas-Kraftwerksprojekte im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar wurden eingestellt oder nicht mehr weiterverfolgt.

Dieser Trend hat nichts mit COVID-19 zu tun, denn er zeichnete sich bereits seit 2015 ab.  Nach Kohlekraftwerken fällt es also auch mit Gaskraftwerken schwer, Geld zu verdienen. Alternative Energieerzeugung ist mittlerweile so billig geworden, dass fossile und nukleare Erzeugung nicht mehr wirtschaftlich sind – trotz der erheblichen Kosten, die konventionelle Energieträger der Allgemeinheit aufbürden (beispielsweise durch Ölunfälle und nukleare Endlager) und nicht einmal selbst bezahlen müssen.

Das ist eine hervorragende Nachricht! Die „unsichtbare Hand“ von Adam Smith wird vermutlich mehr fossile Kraftwerke beseitigen als Förderungen und Demos.

Damit wird es für Investoren zunehmend riskanter, in fossile Energieerzeugung zu investieren – sobald das Geld austrocknet, geht es meistens sehr schnell, denn niemand möchte der letzte Dumme sein, der in ein totes Pferd investiert.

Das bedeutet zwar nicht, dass überhaupt keine Erdgas-Kraftwerke mehr gebaut werden, aber es sind deutlich weniger als ohne erneuerbare Energie.

Vielleicht wird das Klima also überraschenderweise vom Dollar gerettet…


Wer mehr lesen möchte: Hier sind alle Informationen zu meinem Buch über Elektromobilität „Das E-Dilemma und die Freude am Fahren“ zu finden.

Alternative Antriebe

Aus der Abteilung Entsorgungsbedarf

Wer den Dinosaurier reitet...

Nun wird nach wie vor der Wasserstoffantrieb in der Diskussion gehalten, obwohl er für PKWs nur wenig Sinn hat. Mercedes-Benz hat sich gerade davon verabschiedet und den GLC F-Cell eingestellt, was vielfach berichtet wurde (beispielsweise hier). Für LKWs, Busse und Flugzeuge kommt der Wasserstoff vielleicht wieder, doch auch dafür ist der Weg noch weit.

Der Antrieb mit Erdgas ist aufgrund steuerlicher Förderung anderer Konzepte direkt in Richtung mobile Endlagerung unterwegs, auch wenn nach wie vor einige neue Modelle auf den Markt kommen, beispielsweise die Modelle Scala und Kamiq von Skoda mit jeweils den identischen Motoren.

Auch das Konzept des Range Extenders (serieller Hybridantrieb) als Rucksack eines Elektrofahrzeugs ist beispielsweise im BMW i3 bereits seit Ende 2018 Geschichte.

Das lässt ja einen traurigen Mangel an Alternativen zum batterieelektrischen Fahrzeug erwarten und auch die angeregten bis grenzbeleidigenden Diskussionen würden vollkommen entfallen.

Doch halt! So langweilig wird es glücklicherweise nicht.

Das ziemlich werbeorientierte Magazin efahrer von Chip und Focus bringen unter der Überschrift „Atom-Antrieb: Forscher bauen E-Auto-Akku mit „fast unendlicher“ Reichweite“ eine ganz neue Option ins Spiel, die schon lange nicht mehr durch die Presse gegeistert ist: Den Nuklearantrieb!

Erst 2011 berichtete die „Welt“ in einem nostalgischen Artikel über gescheiterte Visionen über den Nucleon, der mit einer Uran-Füllung 8.000 Reichweite haben sollte, aber nie gefahren ist.

Es ist also nie zu spät, um ein gescheitertes Konzept wieder aufzugreifen. Entgegen der knalligen Überschrift haben aber die Wissenschaftler der Universität Bristol keineswegs einen Akku für E-Autos gebaut – sie schlugen lediglich die Nachnutzung nuklearer Abfälle vor, die in britischen Atomreaktoren angefallen sind und noch weiter anfallen werden.

Die Idee zumindest ist genial und man fragt sich, weshalb nicht bereits die deutsche Atomindustrie darauf gekommen ist: Anstatt strahlende Abfälle teuer zwischen- und endlagern zu müssen, verkauft man sie einfach mit Profit an die Konsumenten!

Ein weiterer Vorteil besteht zweifellos darin, dass durch die – idealerweise weltweite – Verteilung des Atommülls in kleinen Portionen jegliche Grenzwerte unterschritten werden können.

Natürlich werden kleingeistige Fortschrittsverhinderer ihre Bedenken äußern: Man erinnere sich nur, wie hysterisch manche auf den gelegentlichen Brandvorfall mit einem Elektrofahrzeug reagiert haben. Dieses Thema zieht aber leider keine Aufmerksamkeit mehr auf sich.

Ein Verkehrsunfall mit nuklearer Beteiligung würde da gleich ganz anderen medialen Auftrieb bedeuten und eine willkommene Abwechslung zu den mittlerweile langweiligen Castor-Transporten bieten. Ferne Erinnerungen an Kosmos 954 werden wach.

Für die von den Forschern versprochene „unendliche Reichweite“ muss man eben auch Nachteile in Kauf nehmen. Jedoch: Es wäre das Ende der Diskussion um die Leistungsfähigkeit der Stromnetze, die Anzahl von realen oder theoretischen Ladesäulen, die Energiegewinnung und die Entsorgung von Batterien, denn das Atomauto fährt ja bereits mit Abfall und befindet sich somit während des Gebrauchs mitten in seiner Entsorgungsphase!

Wer hätte gedacht, dass trotz Corona die Saure-Gurken-Zeit bereits so früh über uns hereinbricht?