Ladepark Hilden im ID.3

Ladepark Hilden im ID.3

Aus der Abteilung „Alle guten Dinge“

Zum Nachlesen:
Hilden mit dem Tesla Model 3
Hilden mit dem Renault Zoe

Nun hatte Oliver überraschend seinen ID.3 bekommen: Nachdem sein Autohändler den Liefertermin im ersten Quartal 2021 angegeben hatte, kam vier Tage nach dieser Information die Nachricht, das Auto wäre bereits zur Anmeldung angeliefert worden. Das bedeutet, dass das Fahrzeug mindestens zwei Wochen vorher gefertigt worden sein musste.

Der logistische Durchblick ist also durchaus verbesserbar, Autos fallen ja nicht zufällig vom Band und allerspätestens bei Produktionsbeginn sollte es auch bei Volkswagen klar sein, dass das Auto nicht erst nächstes Jahr geliefert wird. Dem Kunden wird mit derart großen Unsicherheiten schon einiges zugemutet.

Egal, schnell war der Plan klar: Es musste wieder die Fahrt zum Ladepark Hilden werden, Folge drei! Die Strategie: Hinfahrt mit etwa 90 km/h ohne Ladestopp und mit Windschatten, Rückfahrt mit 130 km/h und einem kurzen Ladevorgang.

Beide Richtungen waren allerdings mit einer Autobahnsperre bei Lehrte belastet, die jeweils etwa 20 km Umweg bedeutete und den Geschwindigkeitsschnitt drückte. Insofern sind die Ergebnisse nur bedingt mit Zoe und Model 3 vergleichbar. Aber so ist das reale Leben auf der Langstrecke eben!

Mit Kilometerstand 419 starteten wir um 7:20 bei der E-Mobility-Station, wie es die Tradition vorsieht. Trotz Mitte November waren die Wetterverhältnisse nahezu gleich wie bei den beiden anderen Fahrten: 10 Grad und leicht feucht beim Losfahren, angenehm warm (19 Grad!) und trocken gegen die Mittagszeit. Wir rollten auf 19 Zoll-Ganzjahresreifen im Eco-Modus los.

Der ID.3 ist ein leises, angenehmes und zurückhaltendes Auto, dessen Assistenzsystem im Hintergrund bleiben, im Gegensatz zu den Assistenten von Tesla, da muss man gelegentlich schon beinahe kämpfen. Der Zoe hat nur einen konstanten Geschwindigkeitstempomaten, da gibt es wenig zu vergleichen.

Die Strecke war laut Navi 385 Kilometer und das Auto zeigte bei 100 % Ladestand eine Reichweite von 343 Kilometern an, wir starteten also tief im Minus. Die Fahrtstrecke war jedoch viel zu hoch berechnet, wir ignorierten einige Umleitungsvorschläge bei Staus, die wir dann auch nicht antrafen.

Ich war entspannt, Oliver etwas weniger. Nach 15 Minuten stieg die Spannung bei uns beiden kurz an, denn die erste Fehlermeldung kam hoch: „Störung Scheibenwischer“, und das bei beginnendem Nieseln. Es schien dann doch nur der Regensensor gewesen zu sein, die Wischer kamen ihrer Aufgabe problemlos nach.

Bei 20 % Ladestand gab das Auto die erste Ladewarnung aus, da hatten wir noch über 90 Kilometer Reichweite und nur noch 35 km Reststrecke. Also erreichten wir Hilden ohne weitere Überraschungen und mit einer Fahrzeit von 4:18, da waren noch 13 % bzw. 74 Kilometer im Akku. Bei Olivers Zoe Q210 ist das die Reichweite bei fast voller Batterie, so ändern sich die Zeiten…

Der ID.3 zeigt ärgerlicherweise keinen Energieverbrauch an, wir mussten aus dem (sehr guten!) Durchschnittswert von 14,3 kWh pro 100 km zurückrechnen und kamen auf einen absoluten Verbrauch von 49,8 kWh.

Die Katalogwerte des ID.3 Pro sind übrigens 13,4 kWh/100 km nach NEFZ und 15,4 kWh/100 km bzw. 426 km Reichweite nach WLTP. Wie bei 58 kWh Kapazität und einem Durchschnittsverbrauch von 15,4 kWh eine Reichweite von 426 km herauskommt und nicht 58 / 15,4 = 377 km ist ein kleines Wochenendrätsel.

Der Entladehub von rund 87 % ergab etwa 57,1 kWh entnehmbare Energie, mit Ungenauigkeiten und Rundungseffekten nahe genug an den 58 kWh aus dem Prospekt.

In Hilden konnten wir uns zwischen dem Fastned-CCS-Lader oder mindestens fünf Stunden am AC-Anschluss entscheiden. Fastned machte das Rennen und obwohl der ID.3 eine Ladezeit von 1:24 angab, war er nach 1:02 und 51 Sekunden wieder bei 100 % angekommen.

Die Ladesäule meldete 53,32 kWh geladene Energie, mit denen wir die verbrauchten 49,8 kWh ersetzt hatten. Das ergab 6,5 % Ladeverlust im Auto selbst, ein guter Wert. In der Ladesäule kamen nochmals 5 % Verlust dazu, die wir zum Glück nicht bezahlen mussten.

Seed & Greet war geöffnet, die Sitzgelegenheiten waren jedoch abgesperrt. Dank guten Wetters konnten wir draußen Kaffee und Kuchen genießen, wir hatten uns diesmal nur einen kurzen Stopp vorgenommen. Trotz aller Lockdowns waren wieder einige Stammgäste an den Ladesäulen aufzufinden und auch Nino vom DanzeiBlog durfte nicht fehlen. Ein weiterer Youtuber hatte seine Freundin als Kameraperson mitgebracht und schien bereits nach drei Takes vor einem Model 3 zufrieden zu sein. Mit einem VW waren wir zwischen den vielen Teslas und Zoes eher der Exot des Tages, die WeCharge-Karte funktionierte bei Fastned nämlich nicht. Der Fahrer des neben dem ID.3 ladenden Porsche Taycan wirkt etwas verhärmt, weil sich das Interesse der Anwesenden praktisch ausschließlich auf den ID.3 konzentriert…

Wir begaben uns bereits um 12:58 auf die Rückfahrt, das Auto zeigte 404 Kilometer Reichweite an. Die Rückfahrt sollte aber nach Möglichkeit mit 130 km/h erfolgen und damit war ein rasches Absinken der Reichweite zu erwarten.

Im ersten Tunnel passierte es dann: Die Außenbeleuchtung meldete einen Ausfall. In der Detailansicht wurde der rechte hintere Blinker als defekt gemeldet. Oliver kannte das bereits von der Probefahrt und war nicht weiter beunruhigt.

Für die Zwischenladung hatten wir uns die Raststation Ahlsfeld vorgenommen, an der wir aber dank einer Baustelle und unserer spontanen Begeisterung über die ersten 1000 Kilometer des ID.3 vorbeirauschten 😲.

Die Restreichweite hätte uns noch bis weit nach Hannover gebracht, der Puls blieb also niedrig. Nach kurzer Suche in mehreren Apps entschieden wir uns für eine Lademöglichkeit in Garbsen, direkt vor einem leider geschlossenen Restaurant. Dort standen vier Schnellladesäulen mit CCS und CHAdeMO bereit, alle vier überraschenderweise kostenlos. So kam es, dass wir statt der geplanten 12 Minuten dann doch für 35 Minuten pausierten. Vielleicht lag es aber auch an den Gesprächen, die wir mit den Eigentümern eines Peugeot e-208 und denen eines brandneuen Mazda MX-30 führten…

Die restlichen 105 Kilometer blieben vollkommen frei von Überraschungen und um 17:35 erreichten wir wieder Wolfsburg. Eigentümlich war allerdings, dass wir bei Addition der Teilstrecken auf 713 Gesamtkilometer kamen, das Auto aber auf 721 Kilometer. Optimierungspotenzial ist im Bordcomputer wohl noch vorhanden.

Wie werten wir diese Fahrt nun? Die eingerechnete Ladepause setzen wir auf den Planwert, das ist klar. Dann bleiben noch diese drei Wertungsvarianten:

  • Schnelle Variante – beide Richtungen mit 130 km/h Zielgeschwindigkeit gerechnet: 7:56 h Fahrzeit plus 24 Minuten Ladezeit = 8:20 Gesamtzeit und 144 kWh Verbrauch.
  • Langsame Variante – beide Richtungen mit 90 km/h Zielgeschwindigkeit gerechnet: 8:36 Gesamtzeit und 99,6 kWh Verbrauch.
  • Die reale Fahrt: 8:16 Fahrzeit plus 12 Minuten Ladezeit = 8:28 Gesamtzeit und 121,8 kWh Verbrauch.

Die schnelle Variante ist um 16 Minuten schneller, benötigt aber fast 50 % mehr Energie. Das lohnt sich kaum, schafft aber Zeit für Toilettenpausen…

Und wie schlägt sich der ID.3 im Vergleich zu Zoe und Tesla Model 3?

FahrzeugRenault Zoe R90Tesla Model 3 LRID.3 real
Fahrzeit11:537:358:28
Energieverbrauch93 kWh133 kWh122 kWh

Zum Nachlesen:
Hilden mit dem Tesla Model 3
Hilden mit dem Renault Zoe

Auch in der schnellen Variante ist der ID.3 etwa eine Stunde langsamer als das Model 3, allerdings täuscht dieses Ergebnis: Ohne die Streckensperrung auf der Autobahn wäre der Unterschied viel kleiner ausgefallen, eher in Richtung 30 Minuten. Der Verbrauch ist durchaus ebenbürtig, da schaffen die Wärmepumpe und die innere Stoffabdeckung des Glasdachs einiges an Energieeinsparung.

Sollten wir das Experiment vielleicht der Genauigkeit wegen aber doch noch wiederholen müssen?

😉


Entspannt in den Süden

Aus der Abteilung „Reisen bildet“

Den Ladepark Hilden hatten wir bereits besucht, was so kurz nach der Eröffnung auch ein faszinierendes Erlebnis war. Damals sind wir mit dem Tesla Model 3 gefahren, was man beinahe als zu einfach bezeichnen könnte, reicht doch die Reichweite aus, um die gesamte Strecke ohne Zwischenladung zu bewältigen.

Viele blicken auch häufig nur auf die neuesten Modelle, die jeweils auf den Markt kommen. Doch wie sieht es mit einem Elektroauto aus, das bereits sehr lange auf dem Markt ist, vorletzte Generation sozusagen?

Oliver und ich stiegen also in den vollgeladenen Zoe Q90 Baujahr 2017 mit 40 kWh Batteriekapazität und rollten im ECO-Mode und mit abgeschalteter Klimaanlage los. Die Heizung blieb eingeschaltet, es hatte nur 12 Grad und es nieselte leicht. Abfahrt um 7:15 mit 100 % Akkustand, 2,8 Bar in den Winterreifen und einer Reichweite von 273 Kilometern.

ECO-Mode bedeutet im Zoe Geschwindigkeiten größtenteils unter 100 km/h, bergauf auch weniger. Die Ladeplanung sollte mit einem einzigen Ladestopp das Auslangen finden, auch wenn ABRP zwei vorgeschlagen hatte. Wir wollten effizient, aber nicht verkehrsbehindernd fahren und so reihten wir uns in die Kette der LKWs ein, die uns freundlicherweise den spürbaren Gegenwind beiseiteschoben und auch für eine rasch trocknende Fahrbahn sorgten.

Trotzdem sank die Reichweite von Wolfsburg aus allein bis zur A2 bereits auf 231 Kilometer, viermal die tatsächliche Fahrtstrecke. Mit kalter Batterie, Gegenwind und den zu bewältigenden Steigungen war das aber zu erwarten.

In bewährter Weise hatte ich mir eine Liste von möglichen Ladestationen auf dem Weg vorbereitet, aber der Ladestand fiel nur widerwillig. Nach 271,3 Kilometern und immer noch 34 Kilometern Restreichweite rollten wir an die Ladesäule vor dem Bahnhof in Bönen, der letzten Ladesäule auf meiner Liste – das hatte ich nicht erwartet!

Wir hatten nun nur noch 85 Kilometer vor uns. Die Kaffeepause dauerte dann aber 35 Minuten und der Zoe hatte schon wieder 129 Kilometer im Akku – einfach zu viel! Kurz spekulieren wir, ob wir nicht auch komplett durchfahren hätten können. Dafür hätten wir von Anfang an noch sparsamer fahren müssen, aber für die Rückfahrt gab es noch die Optionen für einen echten Reichweite-Härtetest. Heizung müsste dann ausbleiben, damit wäre eine Kilowattstunde gespart…

Wir kamen mit beinahe schon peinlichen 33 Restkilometern um 12:38 beim Bäcker Schüren an. Das Ergebnis in Zahlen: 361,5 Kilometer in 5:23 Stunden, 76,1 km/h Durchschnitt und 45 kWh Gesamtverbrauch, 12,6 kWh pro 100 Kilometer. Mit einer optimierten Strecke hätten wir auf 344 km verkürzen können und hätten beim Laden noch 10 Minuten gespart… Verbesserungspotenziale gibt es überall.

Ab an die 22 kW-Säule und erstmal Nachladen für Auto und Mannschaft, denn Anfang November zu Mittag im Freien in der Sonne sitzen zu können ist schon extrem angenehm.

Dabei fiel uns auch der Ford Mustang Mach E zum ersten Mal auf und rasch bildete sich eine kleine Menschentraube interessierter E-Mobilisten. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Fahrer den Ladepark Hilden nicht kannte und es bot sich an, möglichst rasch dorthin zu wechseln.

Dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass die vier 22 kW-Ladepunkte bereits defekt waren. Roland Schüren war not amused und beklagte sich lautstark über den schwachen Support der Lieferfirma. Unsere Ladeplanung war bei schwachen 7 kW AC-Ladeleistung naturgemäß auch im Eimer, Durchfahren konnten wir abschreiben. Manchmal helfen zwei Dutzend CCS-Anschlüsse eben auch nicht weiter.

Trotzdem wieder ein schöner Aufenthalt mit neuen Fahrzeugen und interessanten Gesprächen!

Um 16:31 machten wir uns mit 231 km im Akku auf die Rückfahrt, ein Ladestopp wird auch diesmal ausreichen. Es ist Samstagabend und die LKW wurden selten, aber wir freuten uns über den Rückenwind.

Und wir hatten genügend Zeit, um den optimalen Ladestopp vorzubereiten. Die Wahl fiel auf eine Ladesäule vor einem Marktkauf, die angeblich noch kostenlos sein sollte. Damit versuchten wir den Hilden-Schmerz zu überwinden, alkoholfreies Bier inklusive. Um 18:19 treffen wir ein und ein Anschluss ist tatsächlich frei. Der Strom fließt gleich nach dem Anstecken! Perfekt.

Weil dieser Ladestopp etwas länger ausfallen musste, hatte ich für die verbleibenden 192 km etwas knapper kalkuliert und wir fuhren mit 219 km Reichweite wieder los.

Kein Problem: Erst kurz vor dem Ziel erinnerte uns eine Warnleuchte ans Laden und wir kamen mit 20 km Rest um 22:01 am Ausgangspunkt an. Trotzdem dauert der Rückweg wegen des längeren Ladestops immerhin 6:30.

Insgesamt waren wir 721,5 km unterwegs, Durchschnitt 75,3 km/h, Gesamtverbrauch 93 kWh bzw. 12,8 kWh pro 100 Kilometer, ein sehr guter Wert und ohne zu frieren.

Der Zoe R90 ist also nach wie vor ein wirklich gutes Reichweitenauto, wenn man es nicht eilig hat. Aber wie fällt der direkte Vergleich mit dem Model 3 aus?

FahrzeugRenault Zoe R90Tesla Model 3
Fahrzeit11:537:35-4:18
Energieverbrauch93 kWh133 kWh+40 kWh

Fazit: Mit dem Model 3 ist man ungefähr 50 % schneller unterwegs, verbraucht aber auch etwa 50 % mehr Strom. Jeder muss also selbst entscheiden, wovon weniger aufgewendet werden soll.

Auf jeden Fall hatte Oliver von Musicus endlich Gelegenheit, seine Langstreckenerfahrung zu schärfen, immerhin hat er einen ID.3 bestellt und erwartet demnächst die Lieferung…

Dann machen wir sicher Hilden Folge 3 😉


Wer mehr lesen möchte: Hier sind alle Informationen zu meinem Buch über Elektromobilität „Das E-Dilemma und die Freude am Fahren“ zu finden.

Newcomer am Ladepark Hilden

Aus der Abteilung „Up to date“

Über den neuen Ladepark Hilden zum Zeitpunkt der Eröffnung habe ich schon einem früheren Blogeintrag geschrieben.

Nun, drei Wochen später, haben Oliver von Musicus und ich einen weiteren Besuch unternommen. Zum Glück war er nicht mehr so extrem ausgelastet, aber immer noch sehr gut besucht.

Uns stachen besonders zwei neue E-Autos ins Auge: Der Ford Mustang Mach E4-X, das Extended Range-Modell mit Allradantrieb – eines von nur 12 Modellen in Europa!

Das Fahrzeug bringt einige interessante Details mit, beispielsweise die Türgriffe: Sie bestehen aus seinem Fingerabdrucksensor und einer recht kleinen Griffleiste. Der Frunk wird durch eine Dichtung in der Motorhaube vor Wassereinbrüchen geschützt.

Und so sieht das ganze Auto aus.

Formschön, aber doch ein SUV: Von einem Mustang zu sprechen erscheint etwas übertrieben, das Auto ist stolze 1,6 m hoch. Der originale Benzin-Mustang ist mit 1,38 m Höhe immerhin 22 Zentimeter (fast 14 %) niedriger und ein Tesla Model 3 bringt es auf 1,44 m, das Model X ist mit 1,68 m immerhin noch höher. Aber natürlich, der Name Mustang hat einen gewissen Bekanntheitsgrad und die Kosten für die Namensfindungsagenturen konnten auch gleich eingespart werden.

Soviel zur oberen Mitte des Marktes. Nun aber zum günstigen Teil: Ein chinesisches Quartett, bestehend aus drei Herren und einer Dame, hatte ein Auto mitgebracht, das an eine Mischung aus Spät-Lada und Früh-Korea erinnerte.

Hier ist das Modell SA01 von Suda EV und diese Firma verkauft immerhin seit 10 Jahren E-Autos in China. Die Auto-Motor-Sport hatte bereits im Mai 2020 über das Auto berichtet und gezweifelt, dass dieses Auto jemals in Deutschland auftauchen könnte.

Und nun: Das Auto mit regulärem deutschen E-Kennzeichen! Angeblich lieferbar innerhalb von drei Tagen und mit 220 Kilometern Reichweite, aber nach welcher Norm war im Gespräch nicht so genau festzustellen.

Die Ladepark-Hilden-Konstante Nino hat auch ein Video von der Probefahrt veröffentlicht (ab 2:54).

Fertigungsgünstig und konstruktiv einfach gemacht ist das Auto schon, dafür soll es in Deutschland unter 19.000 Euro kosten – vor Förderung! Auf der derzeitigen BAFA-Liste (Stand 21.10.2020) steht das Auto im Eintrag Nr. 373 – direkt vor den Teslas. Die ganze Liste umfasst mittlerweile 396 rein batterieelektrische Fahrzeuge, das zeigt die Bewegung, die in den Markt gekommen ist, auch wenn gefühlt Opel und Nissan schon mal jeweils 100 Einträge belegt haben. Auf Platz 395 und 396 findet sich übrigens ein weiterer unbekannter chinesischer Hersteller: Zhidou mit dem D2S, der allerdings kein vollwertiges Auto ist. JAC und SAIC stehen auch auf der Liste, sind aber bereits etwas bekannter.

Zurück zum Suda: Auch bei anderen Herstellern findet man manche der einfachen Lösungen, die sind wohl im Rahmen der großflächigen Technologietransfers der Autoindustrie nach China angekommen. Jetzt kommen sie wieder zurück…

Das Fahrzeug ist mit Typ 2- und CCS-Lademöglichkeit ausgestattet, wenn auch die Ladeleistung in beiden Fällen (etwa 20 kW bei CCS und 2,1 kW bei AC, anscheinend doch nur ein einphasiger Lader) eher bescheiden war, wobei viele Details aber nicht zu bestimmen waren.

Im Motorraum gab es viel Luft und es herrscht einfaches Plastik vor, aber es ist schon solide zusammengebaut. Einen Crash möchte ich mit diesem Auto aber eher nicht haben, die tragenden Teile wirken doch eher dünn.

Die Batterie ist eher unspektakulär unters Auto gehängt, wie das folgende Bild zeigt. Im Bereich des Kofferraums wird viel Raum verschenkt und die Bodenfreiheit ist gerade in der Mitte des Fahrzeugs deutlich geringer als man erwarten könnte, man sollte also nicht allzu sorglos unterwegs sein.

Den Innenraum muss man als schlicht bis wenig anmutig bezeichnen, lediglich bei den Sitzbezügen wurde Wert auf ein gutes Aussehen gelegt. Zwei Bildschirme (einer hinterm Lenkrad, einer fürs Infotainment) gibt es aber. Insgesamt beim aufgerufenen Preis aber auch alles ok, wenn auch nicht mein Geschmack.

Kurz gesagt, ich möchte dieses Auto weder kaufen noch fahren. Allerdings: Das Modell hat es bis zur Zulassung in Deutschland geschafft und damit viele Hürden genommen. Die grundlegende Technologien eines BEV bringt das Auto ebenfalls mit.

Die ersten Digitalkameras wurden belächelt, die ersten Mobiltelefone ebenfalls. Wir wissen, wie es dann gekommen ist und wo die starken Player sitzen. Respekt ist also sicher angesagt, auch wenn Suda wohl noch einige Modellzyklen der Reife benötigen wird. So gigantisch ist der Abstand zu einem Dacia (Verbrenner) oder einem Renault aber nun auch wieder nicht. Geschmäcker sind naturgemäß verschieden und kleine Stufenheckfahrzeuge sind in Deutschland nicht beliebt, beim Nachbarn Polen beispielsweise aber schon. Und da kann man ja auch nachlegen.

Mehr tatsächlich lieferbare BEVs sind jedenfalls eine gute Nachricht. Dass sie auch aus China kommen können demonstrieren Tesla und Polestar derzeit bereits…


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Die Zukunft der Gegenwart

English Version

Aus der Abteilung Leben und Lernen

Wir konnten es am Samstag, 10.10.2020, nicht lassen, das ist auch ein sehr elegantes Datum: Unseren Besuch beim neuen Ladepark Hilden, der an diesem Tag seinen zweiten offiziellen Tag und den ersten Samstag überhaupt in Betrieb war. Auf dem Hinweg hatten wir Gegenwind und nasse Straße, der Verbrauch war also etwas höher. Mit einem kurzen Ladestopp in Kamen kamen wir stressfrei am Hildener Kreuz an. Und wir waren definitiv nicht die ersten und auch der Hofbereichterstatter Nino war bereits auf dem Gelände unterwegs.

Alle Kritikpunkte an Ladesäulen aus meinem Buch „Das E-Dilemma oder die Freude am Fahren“, nämlich unbeleuchtete Ladesäulen im Nirgendwo, keine Überdachungen, keine Infrastruktur und nicht einmal ein Mülleimer, werden in diesem Ladepark restlos behoben 🙂 🙂

Dieser neue Ladepark ist derzeit der größte in Europa, aber ist das wesentlich? Der beste ist er definitiv und das zählt für einen Kunden wie mich! Vor allem, weil er alle denkbaren Ladeoptionen bietet, die Gastronomie sich mitten zwischen den Ladesäulen befindet und die Anlage insgesamt einfach sehr gut durchdacht ist.

Neben 20 Tesla-Superchargern (V3 und V2, falls das Auto noch keinen CCS-Anschluss hat) und vier übermannshohen Fastned-Ladern, die auch 800 V-Systeme laden können und CHAdeMO-Anschlüsse mitbringen, gibt es auch zahlreiche AC-Ladepunkte von 7 kW bis 22 kW Leistung zu konkurrenzlosen Preisen von 15 bis 17 Cent pro Kilowattstunde und Aktivierung per Kontokarte. Vier Schuko-Dosen runden das Angebot ab, hier kann also wirklich jeder Ladewunsch abgedeckt werden. Dabei ist noch nicht einmal der Endausbau erreicht!

Ein weiteres Highlight ist Roland Schürens Seed & Greet Backladen, der frische Vielfalt und feinen Kaffee bietet, und zwar zu Bäckereipreisen und nicht zu Raststättentarifen. Kein Wunder, wenn die Warteschlange an diesem Tag mehrmals bis weit vor die Eingangstür reichte. Dort bemerkt man auch die windige Lage des Ladeparks – wir wünschen Bäcker Schüren, dass er die von ihm angestrebte Windkraftanlage auch wirklich umsetzen darf…

Damit sind wir auch schon bei den technischen Hintergründen angekommen, die genau so schmackhaft wie das Nahrungsangebot am Ladepark sind: Die 340 kW-Peak-Solaranlage und der 1 MW-Pufferspeicher, mit dem Lastspitzen vom Netz ferngehalten werden und unverbrauchte Sonnenenergie gespeichert wird. Damit wird eine erhebliche Menge Strom emissionsfrei und direkt vor Ort erzeugt, Leitungsverluste entfallen völlig. Die Stadt hat sich damit auch den kostspieligen Ausbau der Leitungsinfrastruktur erspart, die blieb völlig unverändert.

An diesem Samstag waren alle Teile des Systems definitiv stark gefordert, denn nahezu alle Ladeanschlüsse waren fast permanent ausgelastet und hat vollkommen problemfrei funktioniert. Die Elektromobilität ist von pionierhaften Bastellösungen schon sehr weit entfernt und das ist vielen vielleicht noch nicht ausreichend bewusst.

Beim ständigen Kommen und Gehen der Ladewilligen konnte man eines sehr deutlich hören, nämlich wie leise die Elektromobilität ist: Trotz des Verkehrs waren Unterhaltungen in angenehmer Zimmerlautstärke möglich und Abgasgerüche gab auch nicht. Die drei oder vier Verbrennerfahrzeuge, die sich doch in den Ladepark verirrten, waren deshalb umso auffälliger, allerdings nicht unbedingt im positiven Sinn.

Das Ende der Verbrennertechnik konnte man an diesem Samstag tatsächlich mit Händen greifen. Obwohl das Feld der ladenden Autos naturgemäß relativ Tesla-lastig war, gab es eine enorme Vielfalt von E-Autos zu sehen: Wir konnten nahezu alle derzeit tatsächlich in Deutschland verkauften Modelle sowie einen Twizy und einen Niu-Roller (dafür die Schuko-Steckdosen!) sehen und auch das jeweilige Ladeverhalten mitverfolgen.

Aber wir haben alle vorhandenen Typen von Ladesystemen selbst ausprobiert, der riesige und 750 Kilo schwere Fastned-Lader mit 300 kW Spitzenleistung kam zuerst an die Reihe.

„Warum steht ein Tesla an einem Fastned-Charger?“, ließ der erste Kommentar nicht lange auf sich warten. Jugend forscht eben!

185,6 kW war unsere Tagesbestleistung, wegen einer Baustelle vor Hilden war der Akku nicht optimal warmgefahren und unser SoC war mit 24 % auch einen Tick zu hoch, um Rekordwerte zu erreichen. Trotzdem: Ein tolles Ergebnis, das wir genau drei Minuten lang ablaufen ließen, denn mit 58 Cent war dieser Strom (Ladung über Shell Recharge) teurer als am Tesla-Supercharger.

Immerhin: Fast 7,6 kWh in drei Minuten geladen, das ist beeindruckend!

Die zweite Station: Tesla Supercharger V2, wir hatten es nicht eilig. Mit etwas Bäckerschlange war der Ladestand schon nach dem ersten Espresso bei 85 % angelangt und wir wechselten auf einen freigewordenen AC-Lader von Seed & Greet mit 22 kW Leistung. Unser Ladeplatz am Supercharger blieb jedenfalls nicht lange leer…

Nebenbei bemerkt: Es gibt im Ladepark auch eine Reihe von Parkplätzen ohne Ladesäule. Die sind ideal, wenn man fertig geladen hat aber die gastronomische Pause verlängern möchte oder auch nur mal beim Bäcker Brötchen holen will.

Wir haben diese Gelegenheit ergriffen, um für den Wolfsburger E-Stammtisch Werbung zu machen!

Wie erwähnt war es windig, den Aufsteller konnten wir leider nicht allzu lange verwenden. Trotzdem gab es einige schöne und interessante Gespräche.

Irgendwann hatten wir die 100 % im Akku und verließen den Ladepark in Richtung Wolfsburg. Dank trockener Strecke und ein wenig Rückenwind reichte die Energiemenge für die 350 Autobahnkilometer. Für die Statistik: Der Ausflug ging über 703 Kilometer, auf denen wir 133 kWh verbraucht haben – 18,9 kWh pro 100 Kilometer (weniger als 1,5 Liter Benzin-Äquivalent) mit einem Tesla Model 3 Long Range auf 18 Zoll-Aero-Felgen (3 Bar Reifendruck).

Nun zum Fazit: Das Ladepark Hilden ist der verwirklichte Traum einer Ladestation entlang einer Autobahn! Und er zeigt auch, was durch Integration scheinbar unterschiedlicher Geschäftsbereiche durch einen Bäcker, der eben nicht bei seinen Brötchen geblieben ist, geschafft werden kann, ganz ähnlich, wie es Tesla selbst macht.

Es ist die intelligente Kombination und Integration, die echte Vorteile für die Kunden und die Projektbeteiligten bringt und nicht das Silodenken: hier der Solarparkbetreiber, dort der Brötchenbäcker, daneben der Stromverkäufer und alle arbeiten abgetrennt von allen anderen – das ist ineffizient. Roland Schüren kann den eigenen Strom ab 15 Cent verkaufen, weil er nicht mehrere Zwischenhändler und Abrechnungssysteme mitbezahlen muss, abgerechnet wird einfach direkt über das Girokonto des Ladekunden. Genau diese andere Denkweise macht den Ladepark Hilden komplett anders.

Er ist nicht nur technisch und gestalterisch ein zukunftsweisendes Projekt, sondern auch als Geschäftsmodell.

Wir wünschen einen riesigen Erfolg und viele Nachahmer!


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Der Bäcker des E-Vertrauens

Aus der Abteilung Fernreisen

Es sollte kein Samstag wie jeder andere werden, ganz im Gegenteil: 720 elektrische Kilometer mit dem Ziel, eine Bäckerei zu besuchen.

Natürlich nicht irgendeine Bäckerei, sondern den Backstubenladen Schüren in Hilden, der weithin für sein Engagement für einen nachhaltigen Betrieb und alle Aspekte der Elektromobilität bekannt ist. Das ist schon ein paar Kilometer Anreise wert…

Außerdem wollten wir sehen, ob der E-Stammtisch „Hebdo“ nach wie vor aktiv ist.

Mit in der Crew und bereits um 6:55 bestens vorbereitet an einem Samstag erschienen: Oliver von Musicus. Für die Fahrt konnten wir das Tesla Model 3 benutzen, das mit 100 % Ladestand am Stecker der E-Mobility-Station auf uns wartete.

Die Hinfahrt war relativ ereignisfrei: Gegenwind, etwas Stau, nicht rechtzeitig abgebogen (plus 4 km) ergeben 359,6 Kilometer ohne Zwischenhalt, 65 kWh Verbrauch = 180 Wh/km bei der Ankunft um 10:35 am Destination Charger des Ladeparks der Bäckerei Schüren.

21 Ladepunkte! Es gibt so viele, ich konnte mich kaum entscheiden… Tatsächlich tagte der E-Stammtisch an diesem Samstag und war mit zehn Teilnehmern auch recht gut besucht. Der Fuhrpark war etwas Model 3-lastig, aber es gab vom Twizy über Zoe und Ioniq bis zum e-Soul durchaus Vielfalt. Auffällig dabei: Kein einziger e-Golf, kein e-Up!

Der Himmel war ziemlich bedeckt, der Ertrag der Solaranlage pendelte um die 40 Kilowatt. Für die 11 kW, die das Model 3 nun zieht, reichte das gleich mehrfach.

Wir wurden von Lademeister Tom supernett in alle Aspekte der Anlage eingewiesen, mit der Geschichte von Otto Schönbach (fuhr mit einem Twizy bis zum Nordkap… und zurück – Interview) bekannt gemacht und mit einem weiteren Glanzstück erfreut: Dem elektrischen Umbau eines VW-Bullis. Da ist der „e-Buzz“, zehn Jahre nach der Verkündung von Volkswagen, aber diesmal real! 200 Kilometer Reichweite! Wirksame Heizung fürs Fahrerhaus! Klimaanlage in old-school-Ausführung (offene Fenster)! Wassergekühlter Motor! Und sogar CCS-Ladeanschluss! In mehrfacher Hinsicht also deutlich besser als das Original. Auch einen Tesla Supercharger in Miniausführung für Mobiltelefone gab es.

Vergessen wir aber nicht die kulinarischen Aspekte, immerhin geht es hier um einen Bäcker! Erstmal fiel die Entscheidung zwischen 22 kW- und 50 kW-Frühstück schwer. Außerdem: Bio-Produkte stehen gelegentlich im Verdacht, weil sie gesund sind geschmacklich weniger erfreulich zu sein. Nichts könnte ferner der Wahrheit sein! Wir haben uns vom einfachen Brötchen über Laugenstangen und Roggenbrot bis zum Erdbeerkuchen durchgegessen und alles war hervorragend gut, ebenso der Kaffee. Dementsprechend riss die Schlange der Kundschaft nicht ab und dank der vielen Ladepunkte gab es eine friedliche Koexistenz zwischen Verbrennerfahrern und Stromautonutzern. Derzeit zumindest, denn laut Oberbäcker Roland Schüren war das nicht immer so, wenn zu Spitzenzeiten die Parkplätze genau vor dem Laden von E-Autos vereinnahmt werden. Man erkennt aber gleich, worin die Abhilfe besteht: Noch mehr Ladepunkte!

Und genau die sind beim Autobahnkreuz Hilden im Entstehen, an dem derzeit der Seed & Greet-Bäckerwagen neben einem provisorischen Tesla Supercharger steht. Neben Roland Schüren waren am Samstag die Youtuber Nino Zeidler (Danzei.de) in real (den habe ich mir kleiner vorgestellt…) mit seiner Frau Danica, seinem Model S und seiner Kamera-Drohne dabei,

Nino Zeidler bei Sonnenschein

außerdem Ove Kröger virtuell (den habe ich mir größer vorgestellt 😉).

Ove Kröger als virtuelle Präsenz in superschlank

In Hilden werden Tesla Supercharger in der neuesten Ausführung V3 für 250 kW Ladeleistung mit 40 Ladepunkten, und eine Fastned-Installation mit 22 Ladepunkten sowie eine Reihe von AC-Ladepunkten inklusive Schuko-Dosen für Twizys, Scuddys, E-Bikes und sonstige Schwachlader aufgebaut. In der derzeitigen ersten Bauphase wird jeweils die Hälfte der Ladepunkte realisiert. 20 Ladepunkte mit 250 kW ergeben zwar schlanke fünf Megawatt in der Spitze, die wird jedoch kaum vorkommen, denn zwanzig völlig ausgehungerte, aber sehr gut batterietemperierte Teslas werden wohl niemals gleichzeitig eintreffen.

Falls die Zahl trotzdem beeindruckend wirkt: Zwei Lokomotiven bei der Deutschen Bahn, die immerhin 1.200 Stück im Bestand hat, benötigen unter Umständen mehr Strom. Das Versorgungsnetz ist also sicher nicht das Problem, laut einem Artikel in der Wirtschaftswoche (leider hinter der Paywall) wird der Ladeparkt mit 6 Megawatt angebunden, wobei ein nahegelegenes Rechenzentrum mit 12 Megawatt Leistung angeschlossen wurde.

Ladepark Hilden in Bau

Entscheidender Fortschritt: Die Lader werden komplett mit zwei Solar-Carportdächern überspannt, von denen die Nutzerin und der Nutzer des E-Autos trocken gehalten werden und die bis zu 700 kWh Strom erzeugen können. Die genaue Größe der Solarfläche im Endausbau konnten wir nicht in Erfahrung bringen, es kann also noch mehr werden.

Sind 40 Ladepunkte zu viel? Bei unserer Ankunft war beim vorhandenen Supercharger mit zwölf Ladepunkten genau noch ein einziger Anschluss frei (für uns zum Glück) und geräumte Ladeplätze wurden sofort wieder belegt.

Komplett voller SuC in Hilden (zwei Ladepunkte auf der anderen Seite des Parkplatzes sind nicht zu sehen, waren aber auch belegt)

Erst ein Regenschauer vertrieb eine größere Menge an Fahrzeugen – sind E-Autos eigentlich wasserlöslich?

Zu unserer Freude wurden wir noch als die Teilnehmer mit der weitesten Anreise mit dem Lecker-Täschchen von Roland Schüren verwöhnt – vielen herzlichen Dank dafür! Ich habe mich brav mit dem E-Dilemma revanchiert.

Kurz nach 13:30 begaben wir uns mit 90 % Ladestand auf die Rückfahrt. Der Tesla-Routenplaner wollte uns unbedingt bereits in Kamen mit einem Ladestand von 76 % an die Säule schicken, obwohl Lauenau vor Hannover wesentlich plausibler gewesen wäre. Aber wer weiß, vielleicht hatte das Telsa-Superbrain bereits zu viele Autos für Lauenau vorgesehen und wollte uns nicht noch zusätzlich dort versorgen müssen. Und auch Kamen war sehr gut besucht, was offenbar häufiger der Fall ist: Wir dockten bei einem behelfsmäßigen Palettencharger an, der vermutlich als rasche Kapazitätserweiterung aufgestellt worden war. Also zehn Minuten Ladepause, gerade mal ein Toilettenbesuch.

Wir kamen nach Kamen, um Strom abzusahnen

Das wäre eigentlich nicht notwendig gewesen, denn dank Rückenwind erreichten wir Wolfsburg mit beruhigenden 21 % Ladestand. Tesla weiß eben noch nicht alles!


Als Textfassung auch zu lesen unter: Destination Backwaren

Link bei goingelectric.de: Ladepark Hilden & Bäcker Schüren