Silvestertalk 2020 Wolfsburger E-Stammtisch

Wolfsburger E-Stammtisch: Silvester-Livestream

Wartezeit

Wir warten auf den Jahreswechsel. Es ist zwischen den Mahlzeiten und das Fernsehprogramm ist schon etwas langweilig. Und wir machen unseren Jahresend-Videochat des Wolfsburger E-Stammtischs!

Viel Spaß und alles Gute für 2021!

Wenn man das Video hier nicht richtig sieht: Link zum Video

Was danach geschah

Und natürlich sollte ich hier noch eine kleine unterhaltsame Geschichte über 2020 oder den Ausblick auf 2021 schreiben. Alleine schon, um einen ausreichenden Wordcount zu erreichen, damit die SEO-Algorithmen mit diesem Beitrag zufrieden sind und von orange auf grün wechseln. Aber wer würde das am 31. Dezember noch lesen? Wer würde Qualitätszeit mit der Familie dafür eintauschen?

Eben.

Aber immer noch fehlen gut 200 Wörter, um das empfohlene Minimum zu erreichen. Und wenn das erreicht ist gibt es sicher Anmerkungen, dass Zwischenüberschriften fehlen. Wenn die dann drin sind, fehlen sicher die richtigen Keywords in den Überschriften. So kann man jeden lesbaren Artikel in eine Frankenstein-Fassung verwandeln, die unmotivierte Wiederholungen identischer Wortgruppen und kurze Sätze wie in Aufsätzen von Zehnjährigen favorisieren.

An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass es hier um den Jahresend-Videochat des Wolfsburger E-Stammtischs geht. Und schon habe ich die Schlüssel-Wortgruppe dieses Beitrags ein weiteres Mal erwähnt, um das vom Algorithmus empfohlene Minimum von zwei Erwähnungen zu kommen. So einfach kann es sein! Aber 92 Worte fehlen noch und ab hier wird es deutlich schwieriger, Wort in zusammenhängenden Sätzen aneinander zu reihen, ohne dass nur noch flacher Unsinn dabei heraus kommt. Diese Gefahr besteht natürlich immer, aber in dieser Situation ist sie besonders groß.

Ich könnte auch einfach Text wiederholen.

Ich könnte auch einfach Text wiederholen. Aber das wäre beinahe wie Schummeln und das wollen wir hier natürlich nicht dulden oder auch nur im entferntesten anregen oder als Möglichkeit in den Raum gestellt haben.

Von dieser Stelle ab fehlen nur noch 11 Wörter. Ab hier noch drei. Oh! Schon geschafft!

Laden in Wolfsburg: Bitte vor den Vorhang!

Laden in Wolfsburg: Bitte vor den Vorhang!

Wo stehen wir?

In 2020 hat sich in der Ladeinfrastruktur vieles getan, einiges erfreulich und manches weniger angenehm: Der Maingau-Gau, die Einführung der ENBW-Zeitgebühr, Installation der Tesla V3-Lader, Eröffnung des Ladeparks Hilden, neue Ladeparks und Ladesäulen (aber immer noch zu wenige), eine schwache EEG-Gesetzesnovelle, eine neue Förderung privater Ladesäulen, aber auch generelle Kostenerhöhungen beim Fahrstrom. Im Handel hat sich beim Laden in Wolfsburg hingegen nicht viel weiterentwickelt.

Es ist erfreulich, wenn Firmen ihren Kunden kostenlose Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen. Die bei Standorten mit hoher Kundenfrequenz aufgestellten “Flexiblen Ladesäulen” waren in Wolfsburg ein Fortschritt. Sie haben praktisch über Nacht an einem Dutzend Standorte zwei schnelle CCS-Ladepunkte (bis 100 kW) und zwei AC-Ladepunkte (bis 22 kW) realisiert. Nach der ersten Überraschung (Ladesäule nach zwei Tagen leer) wurden sie mit Nachspeisungen aus dem Stromnetz versehen. Damit wurde aber auch das Problem dieses Konzepts offensichtlich: Mit den Schnellladern können in kürzester Zeit wesentlich größere Energiemengen abgesaugt werden als die Nachspeisung liefern kann. Dementsprechend sind die flexiblen Ladesäulen häufig leer.

Diese Schnelllader haben gefühlt eine größere Menge von „Ladetouristen“ angezogen, die häufig schon zu frühen Tageszeiten die Ladesäule per CCS entleeren. Dabei ist es egal, ob sie dabei z.B. tatsächlich einkaufen oder das zugehörige Restaurant wirklich besuchen, oder nicht. Mein Eindruck ist allerdings, dass doch relativ viele nur zum Laden und nicht zum Shopping kommen. Damit ist dieses Konzept eigentlich gescheitert: Die Ladesäulen liefern große Energiemengen, ohne dass das dahinterliegende Unternehmen damit Umsätze generiert, andererseits weil die Ladesäulen nicht zuverlässig verfügbar sind.

Ein neues Angebot

Szenenwechsel zum brandneuen Edeka Center in Wolfsburg-Tiergartenbreite: Dort wurden 10 AC-Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils 22 kW installiert und das Laden in Wolfsburg vorwärts gebracht.

Ladepunkte im Edeka-Center Teichbreite in Wolfsburg
Ladepunkte im Edeka Center Teichbreite

Selbst im vorweihnachtlichen Einkaufstrubel waren sie niemals alle belegt. AC-Anschlüsse bieten keinen großen Anreiz für Schnellladetouristen. Bei zehn Ladepunkten fallen ein oder zwei ohnehin nicht besonders auf! Das war in 2020 wohl die einzige Neuinstallation einer für Kunden kostenlosen Ladeanlage durch ein Unternehmen in Wolfsburg… Und das kann man nicht positiv genug hervorheben. Danke Edeka Center Wolfsburg Teichbreite!

Mein Lade-Neujahrswunsch: Mehr davon, bitte!

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Wer mehr lesen möchte: „Das E-Dilemma und die Freude am Fahren“ zu finden.

Wie viele Ladesäulen hat Deutschland? Teil 3

Vorgeschichte

Mit der Anzahl der Ladesäulen in Deutschland hatte ich mich bereits im Juni 2020 beschäftigt und auch auf Goingelectric andiskutiert und zwischendurch in Teil 2 aktualisiert.

Damals war ich optimistisch. Jetzt zu Jahresende können wir sehen, was erreicht wurde.

Aktuelle Daten

In den Daten vom 3.12.2020 (Datenauszug 37) der Bundesnetzagentur werden 33.249 Ladepunkte angegeben, das sind 1.137 (3,4 %) mehr als im Vormonat. Von Oktober auf November war der gemeldete Zuwachs nur schwache 454 Ladepunkte, der Ausbau geht jetzt zu Jahresende wieder etwas schneller voran.

Vergleichen wir diese Zahlen nun wieder mit dem Masterplan der Bundesregierung. Darin waren 50.000 öffentliche Ladepunkte bis Ende 2021 vorgesehen.

Grafik Entwicklung der Ladesäulen und Ladepunkte in Deutschland 2020
Entwicklung der Ladesäulen und Ladepunkte in 2020

Das Ergebnis: Der Trend ist eindeutig positiv, liegt aber ca. 10 % unter Plan. Während der Corona-Zeiten ist der Ausbau nicht signifikant zurückgegangen, das ist eindeutig positiv. Etwas mehr Anstrengung ist allerdings noch erforderlich! Ebenfalls zu bedenken: Im Jahr 2022 sollen laut Masterplan noch zusätzliche 100.000 Ladepunkte entstehen. Das ist kein Schreibfehler, tatsächlich enthält der Plan einhunderttausend mehr Ladepunkte innerhalb eines Jahres! Und weitere 100.000 in jedem Folgejahr, bis 2030. Das erscheint nach einem geplanten Zuwachs von etwa 15.000 Ladepunkten im Jahr 2021 als völlig unrealistisch. Eine Steigerung um beinahe das Siebenfache ist praktisch unmöglich.

Ist das der Grund für die recht hastig auf den Markt geworfene Förderung für private Ladepunkte?

Mit den derzeitigen Wachstumsraten bei den Zulassungszahlen von E-Autos wird die Ladeinfrastruktur zunehmend und spürbar zum Flaschenhals, der durch die Schnellladefähigkeit der neuen Modellgenerationen nur wenig entschärft wird.

Entwicklung in Wolfsburg

Von den in Wolfsburg gemeldeten 437 Ladepunkten werden 340 Stück von der VW Kraftwerk GmbH betrieben und sind in den Parkhäusern der Volkswagen AG installiert. Damit stehen sie für die allgemeine Öffentlichkeit nicht ernsthaft zur Verfügung. Aber für den Rest der Welt hat sich die Anzahl der Ladepunkte immerhin von 36 auf 97 fast verdreifacht, dank der 55 neuen Ladepunkte in der renovierten Rathausgarage.

Nahezu unverändert schwach ist das Angebot von einfachen AC-Ladern, die von Hybriden oder auch mal über Nacht genutzt werden könnten. Diese Fahrzeuge findet man zunehmend als Langzeitparker im Umfeld der flexiblen Ladesäulen. Freundlicherweise stehen die meisten dann so, dass sie die CCS-Anschlüsse nicht blockieren, aber es gibt leider auch Ausnahmen.

Ein weiteres Problem: Mit dem Ende von Alpiq am 31.12.2020 bietet nur noch eCharge einen Tarif ohne Zeitkomponente an, um in der Bahnhofsgarage am Hauptbahnhof über längere Zeit laden zu können. Ich hoffe, er bleibt uns erhalten, sonst wäre elektrisches Park & Ride mit der DB vollkommen gestorben.

Die Ladeszene ist also weiterhin in erheblicher Bewegung und jedes Angebot kann monatlich verschwinden oder anders ausgestaltet sein. Das fördert zwar die geistige Beweglichkeit, ist aber der Verbreitung der E-Mobilität eher hinderlich. Für echte Newcomer kann das schon ärgerlich sein.

Mein Lade-Weihnachtswunsch: Mehr Stabilität auf Anbieterseite und Aufholen des Rückstands bei den Ladesäulen!

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Wer mehr lesen möchte: „Das E-Dilemma und die Freude am Fahren