Supercharger WOB am heutigen Samstag

Supercharger WOB am heutigen Samstag

Heute habe ich Glück! Ich muss nicht beim in Bau befindlichen Tesla Supercharger Wolfsburg vorbeifahren, denn ich bekomme aktuelle Bilder von Frank, der auch einen sehr interessanten Blog unterhält.

Er hat auf meinen Eintrag vom letzten Samstag geantwortet (Axel übrigens auch, vielen Dank!). Es gibt also doch Typ 2-Ladepunkte neben dem Tesla Supercharger, genau zwei Stück. Die Box ist so klein und unscheinbar, sodass ich sie übersehen hatte – oder weil ein Kastenwagen bei meinem Besuch davor stand.

Für Hybride und Autos, die auf Typ 2 angewiesen sind, gibt es also in Lehre doch ein Ende der Reichweitenangst! Nach dem Aussehen der Ladebox dürfte es sich um eine Installation mit 2 x 22 kW Leistung handeln.

Im Vergleich zur 300 kW-DC-Ladesäule sind die AC-Anschlüsse wirklich winzig. Die 300 kW-Ladesäule Alpitronic Hypercharger Model 300 hat etwa die Maße 73 cm x 214 cm x 86 cm, das entspricht etwa 1,34 Kubikmetern. Die AC-Box ist 59 cm x 34 cm x 23 cm groß, weniger als 0,05 Kubikmeter. Die DC-Ladesäule ist somit mehr als 27mal so groß, hat aber nur die siebenfache Leistung.

Alpitronic Hypercharger
Foto: Frank Steinberg

Kurz gesagt: DC-Ladesäulen sind noch zu groß. Tesla und Ionity haben wohl auch deshalb die Konverter und die Anschlusssäule getrennt, um optisch schlankere Ladepunkte bauen zu können.

Weil wir gerade beim Bau von Ladepunkten sind: Offensichtlich ist einer nicht geliefert worden. Allerdings sind derzeit auch nur 12 Ladepunkte im Ladeverzeichnis angegeben. Vielleicht hatte jemand zu viel Respekt vor der 13? Bei vielen Fluglinien gibt es keine Reihe 13, in vielen Gebäuden kein 13tes Stockwerk. Warum also nicht auch Numerologie bei Ladesäulen?

Tesla Supercharger Wolfsburg: Die fehlende Nummer 13
Foto: Frank Steinberg

Anscheinend plant Tesla noch einen weiteren Ausbau, zwei Plätze für zusätzliche Konverter sind bereits vorgesehen. Dann könnte man die Dreizehn komfortabel überspringen.

Tesla Supercharger Wolfsburg Konverter
Foto: Frank Steinberg

Die neuen Ladepunkte sehen bereits sehr fertiggestellt aus, in Betrieb ist aber noch keiner davon. Lange kann es aber nicht mehr dauern!


Alle Posts zum Supercharger Wolfsburg:

Supercharger Wolfsburg am Samstag

Supercharger Wolfsburg am Samstag

Auch am Samstagnachmittag wird am Supercharger Wolfsburg gearbeitet: Tesla möchte den ganz offensichtlich rasch in Betrieb bringen. Nach den Fundamenten stehen nun auch die Ladesäulen, die Anschlüsse sind erledigt. Auch die Platzbeleuchtung ist gestellt und die letzten Pflasterarbeiten finden statt. Die Inbetriebnahme im November sollte klappen! Anstelle der angekündigten 30 Ladepunkte werden es aber vorerst lediglich 12 Stück, aber dafür alle V3. Jedenfalls ist das eine deutliche Verbesserung der Ladeinfrastruktur am der A2.

Supercharger Wolfsburg am Samstag

Auch die Allego-Ladesäulen am hinteren Ende der Fläche stehen bereits. Dem Vernehmen nach wird es neben CCS-Anschlüssen auch einen CHAdeMO-Ladepunkt geben.

Das ist aber noch nicht alles in Lehre! Auch die beiden Ladesäulen beim Burger King stehen bereits, sind aber noch in Plastikfolie verpackt. Das geplante Dach steht allerdings noch nicht. Auch dort wird es neben vier CCS-Ladepunkten auch einen CHAdeMO-Anschluss geben (geteilt mit einem der CCS-Anschlüsse).

Klar ist aber nun: Einen Typ 2-Anschluss wird es in Lehre auf Sicht nicht geben, Fahrzeuge ohne CCS-Anschluss geraten in der öffentlichen Ladeinfrastruktur zunehmend in Schwierigkeiten. Die Sinnhaftigkeit des Nachladens von Hybriden auf der Langstrecke kann man diskutieren – die Ladeleistung ist einfach zu gering. Deshalb geht auch bei diesen Fahrzeugen der Trend zum CCS-Anschluss (z.B. Audi Q5 55 TFSI e quattro, BMW 330e iPerformance, Mercedes-Benz E 350 e).

Für E-Auto-Käufer bedeutet das auf jeden Fall: CCS-Anschluss unbedingt mitkaufen, auch wenn es etwas mehr Geld kostet.

Korrektur vom 13.11.2021: Es gibt doch zwei Typ 2-Anschlüsse! Mehr dazu im Update!