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Ab heute Bitcoin-Mining auf Tesla-Autos

Was ist passiert?

Elon Musk ist immer für einen Skandal gut, so auch mit dem heutigen Tweet: Ab sofort wird Bitcoin-Mining auf Tesla-Autos betrieben, wenn sie sich im Ruhemodus befinden. Aber mit dem Strom der Benutzer! Die Rechnerhardware für den Autopiloten gilt als extrem leistungsfähig und steht im Stillstand vollständig für das Bitcoin-Mining zur Verfügung. Seit Tesla voll auf Bitcoin setzt, scheint es kaum noch Grenzen zu geben.

Die technischen Zutaten sind zweifellos vorhanden: Eine leistungsfähige Internet-Anbindung über das interne LTE-Modem und einen starker Rechner, der meistens nichts zu tun hat. Die notwendige Software wurde mit der Version 2021.4.12 ausgerollt. Die Release Notes erwähnen den Mining-Prozess allerdings nicht.

Tesla Logo - Bitcoin-Mining auf Tesla-Autos

Und der Stromverbrauch?

Der Verbrauch sei nur 250 Watt pro Stunde und unter 25 % Ladestand würde der Mining-Prozess in den Schlafzustand versetzt werden, versucht man bei Tesla zu beschwichtigen. Trotzdem: Das sind satte 6 Kilowattstunden pro Tag! Selbst bei einem voll geladenen Auto ist nach weniger als zwei Wochen die untere Grenze von 25 % erreicht. Nur ältere Modelle von Tesla (vor AP 2.5) bleiben von dieser Zwangsbeglückung verschont, Der AP 2 habt offenbar nicht genug Rechenleistung und der AP 1 basiert auf der gänzlich anderen Architektur von MobilEye.

Musk meinte in seinem Tweet, dass der durchschnittliche Benutzer den Mehrverbrauch überhaupt nicht bemerkt und durch die steigende Effizienz der Fahrzeuge vollkommen ausgeglichen wird. 0,1 Bar zu geringer Reifendruck hätte eine größere Auswirkung auf den Verbrauch als das Bitcoin-Mining.

Das Gewinnspiel

Die so erzeugten Bitcoins kommen auch nicht dem Eigentümer zu Gute, sondern gehen direkt in Teslas Bitcoin-Bestand über. Immerhin wird unter allen beteiligten Fahrzeugen ein Jahr kostenloses Supercharging verlost.

Für die Gewinner sicher eine schöne Sache, aber für alle anderen weniger angenehm. Das derzeit einzige Gegenmittel: Ladestand immer unter 25 % halten!


Beitrag dazu auf dem Blog der Wolfsburger E-Mobilisten